Multiple Sklerose

Ergotherapie Hausbesuche

Ergotherapie verbessert die Lebensqualität bei multipler Sklerose

 

Multiple Sklerose (MS) ist nicht heilbar. Wer diese Diagnose bekommt, muss sich damit abfinden, dass er nur mit der Krankheit leben kann. Denn MS ist eine chronische neurologische Erkrankung, deren Verlauf oft schleichend ist und in Schüben auftritt. Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der das eigene Immunsystem das zentrale Nervensystem angreift, insbesondere Gehirn und Rückenmark. 

Möglichst früh und konsequent therapieren

Bei Multiple Sklerose gibt es mittlerweile viele unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten, mit denen gute Erfolge erzielt werden. Daher können Symptome eines akuten Schubs oft gemildert und dadurch der  Krankheitsverlauf insgesamt positiv beeinflusst werden, was natürlich Auswirkungen auf mögliche Langzeitfolgen hat. Um bei diesem Krankheitsbild die Einschränkungen in Grenzen zu halten, ist es wichtig, mit der MS-Therapie so früh wie möglich zu beginnen und sie konsequent vorzuführen.

Eingeschränkte Mobilität ist eine Herausforderung

Je nach Stadium sind die Symptome bei MS sehr vielfältig und mehr oder minder stark ausgeprägt. Eine große Herausforderung für die Patienten ist die eingeschränkte Mobilität, die ihnen den Alltag erschwert. Durch MS kommt es zu Gleichgewichtsstörungen, Muskelschwäche, einer erhöhten Muskelspannung und auch Spastik. Manche Patienten leiden zusätzlich unter Sensibilitäts- und Sehstörungen, kognitiven Beeinträchtigungen oder unter Fatigue, einer massiven körperlichen und geistigen Erschöpfung.

Ergotherapie als fester Bestandteil der Therapie 

Die Möglichkeiten, MS zu therapieren, sind vielfältig, doch ein fester Bestandteil in nahezu jeder Behandlung ist die Ergotherapie. Denn sie setzt genau dort an, wo für den Patienten selbst die Beeinträchtigungen durch seine Krankheit am intensivsten zu spüren sind: bei der Bewältigung seines Alltags. Und das ist der Schwerpunkt in der Arbeit der Ergotherapeuten. Sie legen langfristig den Fokus darauf, dass die Patienten trotz der körperlichen Einschränkungen ein möglichst selbstständiges und aktives Leben führen können.

In kleinen Etappen das Ziel erreichen 

Mit Unterstützung des Ergotherapeuten formuliert der Patient ein alltagsnahes Therapieziel, das im Laufe der Behandlung in kleinen Etappen erreicht werden soll. Langfristiges Ziel ist hierbei, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern und zu erhalten, so dass er seine alltäglichen Aufgaben weiterhin selbstständig bewerkstelligen kann. Speziell die Ergotherapie ist hierfür hervorragend geeignet, denn sie ermöglicht Therapieinhalte, die ganz speziell auf die persönlichen Belange des Patienten zugeschnitten sind. Hierfür werden bei jedem Patienten seine Einschränkungen und bestehenden Ressourcen analysiert und daraus resultierend die Ziele definiert. Der Ergotherapeut erstellt einen individuellen Therapieplan, der jederzeit entsprechend neuer Krankheitsschübe modifiziert werden kann.

Mögliche Behandlungsmethoden bei MS:

  • Feinmotorik Training
  • Sensomotorisches Training
  • Kognitives Training
  • Techniken zur Tonusregulation
  • Umgang mit Fatigue

Das feinmotorische Training dient der Verbesserung der Grob- und Feinmotorik. Hierdurch wird die Muskulatur gestärkt und die Bewegungsabläufe werden optimiert. Das sensomotorische Training dient der Übung und Verbesserung von Tastsinn und Körperwahrnehmung. Zusätzlich helfen Gedächtnis- und Konzentrationsübungen, die Hirnleistung zu trainieren und führen zu einer längeren Aufmerksamkeitsspanne und einer verbesserten Handlungsplanung.

Alternative Bewegungsmuster lernen

Die Patienten lernen im Zuge der Ergotherapie alternative Bewegungsmuster, wenn ihnen eine bestimmte Bewegung ganz besonders schwer fällt. Darunter versteht man konkret das Erarbeiten und Einüben von Strategien zum Transfer und zur Fortbewegung, beispielsweise vom Bett in den Rollstuhl und zur Toilette, vom Stehen ins Sitzen oder Hinlegen ins Bett. Mit viel Gangschule kann obendrein für ein besseres Gleichgewicht und mehr Sicherheit gesorgt werden.

Wie kann man sich kraftsparend bewegen?

Die Ergotherapeuten zeigen den Patienten außerdem, wie sie sich insgesamt möglichst belastungs- und kraftsparend bewegen können. Die Anpassung von Hilfsmitteln wie Besteck oder Greifhilfen, ein individuelles Fatigue-Management, das die Möglichkeit der Priorisierung und regelmäßige Pausen beinhaltet, und ein Alltagstraining für optimierte Abläufe in Haushalt, Körperpflege, Beruf und Freizeit sind weitere Felder, die die Ergotherapie abdeckt.

Gut versorgt mit Ergotherapie im Hausbesuch

Wer unter MS leidet, leidet primär unter Einschränkungen in seinem Alltag. Da dieser neben dem Arbeitsplatz nun mal überwiegend im eigenen Zuhause stattfindet, ist gerade für MS Patienten die Ergotherapie im Hausbesuch die optimale Form der Versorgung. Die Therapeuten untersuchen gemeinsam mit dem Patienten, welche Möglichkeiten es gibt, anhand von Hilfsmitteln ihren Alltag zu vereinfachen oder wo im Alltag Anpassungen notwendig sind, um das Risiko von Stürzen zu minimieren.

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