Rollstuhl

Ergotherapie Hausbesuche

Leben im Rollstuhl

Mit Ergotherapie zurück in den Alltag

Ein Leben im Rollstuhl zu führen, verändert alles. Daher benötigen Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, umfangreiche Hilfe, um sie in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen und ihnen möglichst viel Mobilität zu ermöglichen. Dazu gehört, dass die Menschen schnell und gut den richtigen Umgang mit dem Rollstuhl erlernen.

Was sind die Ziele der Ergotherapie?

Ergotherapeuten unterstützen Menschen im Rollstuhl dabei, in ihre alltägliche Aktivität mit möglichst großer Selbstbestimmung zurückzufinden. Die primären Ziele sind:

  • Trainieren von Transfers vom und in den Rollstuhl (z.B. Rollstuhl auf das Sofa) und verbesserte Mobilität
  • Behandlung von körperlichen Problemen durch das Sitzen
  • Selbstbestimmte Alltagshandlungen, beispielsweise beim Ankleiden, der Körperpflege und beim Essen
  • Beratung: Umgang mit Hilfsmitteln sowie Umgestaltung im häuslichen Umfeld und am Arbeitsplatz
  •  Hilfe bei psychosozialen Schwierigkeiten wie mangelnder Teilhabe am sozialen Leben, geringem Selbstwert, Vereinsamung oder Depressionen.

Was sind die Schwierigkeiten im Rollstuhl?

Wer nach einem Unfall oder einer Verletzung im Rollstuhl sitzt, wird dies als massiven Einschnitt empfinden. Doch DER-QUERSCHNITT.de  macht Betroffenen Mut: „Die Ergotherapie gewährleistet eine Reintegration in das private und berufliche Umfeld und zieht somit die Verbindungslinie zwischen dem Leben vor und nach der Querschnittslähmung.“ Damit das Leben auch im Rollstuhl glückt, sind vielfältige Umstellungen notwendig: Denn mit dem Rollstuhl gilt es zuhause und im öffentlichen Raum zahlreiche Hindernisse zu bewältigen, da die räumlichen Gegebenheiten oft nicht rollstuhlgerecht sind. Immer wieder stößt man auf Barrieren, wie Treppen, zu schmale Türen, Schwellen oder Bordsteine. Darüber hinaus müssen die Wechsel vom Rollstuhl auf einen Stuhl, die Toilette, ins Bett oder ins Auto geübt werden. Und auch das Fahren des Rollstuhls selbst, inklusive den Manövern wie Bremsen und Lenken, braucht Erfahrung. Doch über ein gezieltes Rollstuhltraining ist das alles gut zu erlernen. 

Welche körperlichen Schwierigkeiten entstehen durch das viele Sitzen?

Abgesehen von all diesen Schwierigkeiten gibt es die körperlichen Probleme, die durch das Sitzen im Rollstuhl entstehen können. Manche Menschen leiden beispielsweise unter Druckstellen, unter Muskelverspannungen und unter Haltungsschäden. Bei neurologischen Patienten kann es zu noch umfangreicheren motorischen Einschränkungen kommen. Da die Ergotherapeuten immer einen ganzheitlichen Blick auf ihre Patienten haben, berücksichtigen sie im Therapieplan natürlich alle motorischen Fähigkeiten, die in Mitleidenschaft gezogen sind.

Wie werden alltägliche Abläufe bewerkstelligt?

Menschen im Rollstuhl sehen sich oft großen Hindernissen bei alltäglichen Handlungsabläufen gegenüber. Körperpflege, Ankleiden oder auch das Bewältigen des Haushalts scheinen auf den ersten Blick ohne fremde Hilfe kaum möglich zu sein. Da die Ergotherapie ihren Fokus immer auf dem Alltagsgeschehen hat, werden insbesondere diese alltäglichen Belange intensiv trainiert. Mithilfe eines Ergotherapeuten lernen die Patienten, wie selbstständige Körperpflege inklusive Anziehen umsetzbar ist, aber auch Aktivitäten wie Putzen, Kochen oder Einkaufen erledigt werden können. Das langfristige Ziel ist, dass die Patienten so viele Aufgaben wie möglich eigenständig erledigen können.

Wie wird das Umfeld angepasst?

Neben der Beratung in punkto Hilfsmitteln, die den Alltag erleichtern, und allen technischen Details zum Thema Rollstuhl sind die Ergotherapeuten auch bei der Anpassung und Umgestaltung im häuslichen Umfeld und am Arbeitsplatz behilflich. Die Therapeuten wissen genau, worauf es ankommt und wie oft mit kleinen Veränderungen viel bewirkt werden kann. 

Wie kann man der Seele helfen?

Stets haben die Ergotherapeuten neben all den rationalen und sachlichen Dingen auch die seelische Verfassung ihrer Patienten im Blick. Denn die Erfahrung zeigt, dass viele Betroffene unter mangelndem Selbstwert, Vereinsamung oder auch Depressionen leiden. „Die Auswirkungen eines solchen Ereignisses betreffen den Menschen in allen Bereichen seiner Existenz, den körperlichen, den seelischen, den geistigen und den sozialen: mit einer Querschnittslähmung ist der Mensch als Ganzes verletzt“, betont die Uniklinik Heidelberg . Die Menschen müssten sich Zeit nehmen, ihre völlig veränderten Lebensumstände zu verarbeiten und zu akzeptieren. Die Ergotherapeuten sind oft über lange Zeit nah dran am Patienten, vor allem wenn sie sie im häuslichen Umfeld betreuen. Daher können sie in der Regel ganz gut beurteilen und wahrnehmen, wie deren psychische Verfassung ist. Da die psychisch-funktionelle Methode eine der vier Säulen der Ergotherapie darstellt, können die Therapeuten auch in diesen Fällen gut unterstützen.

Weshalb ist der Hausbesuch so effektiv?

Gerade für Patienten im Rollstuhl ist es sinnvoll, wenn der Ergotherapeut zur Behandlung nach Hause kommt. Im Hausbesuch ist es möglich, auf die örtlichen Besonderheiten einzugehen und die Betroffenen individuell zu beraten. Der Ergotherapeut kann sich schnell einen guten Überblick verschaffen, was sein Patient benötigt, um möglichst zügig in einen eigenständigen Alltag zurückzufinden.

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